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Gemeinde
Effingen In sanfte Höhenzüge
eingebettet, liegt am Westfusse des Bözbergs das erste
Juradorf, welches den von Brugg herkommenden Besucher des
Fricktales begrüsst: Effingen. Zusammen mit Bözen und
Elfingen gehört Effingen noch zum Berner Aargau, welcher
sich 1415 bis in diese Gegend ausgedehnt hat. Das Interesse
am Durchgang vom Aare- zum Rheintal bestand aber nicht erst
bei den Bernern. Schon die Römer traversierten zu ihrer Zeit
von Vindonissa (Win-disch) her den Bözberg nach Augusta
Raurica (dem heutigen Kaiseraugst). Der unter
eidgenössischem Denkmalschutz stehende Effinger Römerweg ist
noch ein Zeuge aus dieser bewegten Zeit.
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Vielseitige Geschichte –
bekannte Namen Effingen hat
nicht nur auf eine sehr vielseitige und interessante
Geschichte zu verweisen. Man trifft in diesem alten
Weinbaudorf noch einige Gegebenheiten an, die man nicht
überall findet. So entsprangen den Bürgergeschlechtern
Effingens auch prominente Persönlichkeiten wie Johannes
Herzog, welcher sich als Politiker und Mitbegründer des
Kantons Aargau einen grossen Namen verdiente. Zu hohen Ehren
gelangte auch General Hans Herzog (1819-1894), dessen Name
in alten Büchern ebenfalls zu finden ist. Erster Ehrenbürger
Effingens war kein geringerer als Heinrich Pestalozzi,
welcher mit Johannes Herzog befreundet war. Pestalozzi wurde
1824 zum Effinger Ehrenbürger ernannt. Nicht unerwähnt
bleiben soll auch der erste Sekretär des Schweizerischen
Bauernverbandes, Prof. Dr. Ernst Laur (1871-1964), der in
Effingen zu Hause war.
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Alte Tradition – der "Eierleset"
Eine Verbindung zwischen der Ge-schichte und der Neuzeit
stellt der heute noch gepflegte «Eierleset» dar. Dieser
uralte Frühlingsbrauch versinnbildlicht das Erwachen der
Natur, den Sieg des lebensfrohen Frühlings über den
abgehenden Winter. Ein lebhaftes, lärmbegleitetes und
lustiges Spiel zwischen den «Grünen» und den «Dürren» (Eierleset-Figuren).
Dieser stets vor einer grossen Zuschauerkulisse ausgetragene
spektakuläre Anlass findet alle zwei Jahre (Jahre mit
geraden Endziffern), jeweils am Weissen Sonntag, im Effinger
Dorfkern statt.
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Höhepunkt dieser unverfälscht
wiedergegebenen Tradition bildet die «Eierpredigt», eine
Schnitzelbank im Mundart-Reim, worin die «Dorfsünden» der
letzten Zeit dem neu-gierigen Publikum preisgegeben werden.
Der Effinger «Eierleset» hat übrigens in verschiedenen
Brauchtumsschriften des In- und Auslandes Beachtung
gefunden.
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Starke Entwicklung in den
letzten 20 Jahren
Dass die Zeit in Effingen nicht stillgestanden ist, beweisen
die in den letzten Jahren erstellten zahlreichen Wohnbauten.
Die Wohnlage in ländlicher, sonniger, nebelarmer Gegend mit
nahe gelegenem Erholungsgebiet erfreut sich hoher
Beliebtheit. Man ist auf dem Lande und eben doch nicht
abseits! Die Bevölkerungszahl ist denn innert zwanzig Jahren
von 400 auf rund 600 angestiegen. Dabei hat die
Bevölkerungsstruktur auch eine Verjüngung erfahren.
Dementsprechend war in den letzten Jahren auch die
öffentliche Entwicklung von intensiver Arbeit geprägt.
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Die Güterregulierung wurde von 1960 bis
1980 durchgeführt. Die amtliche Parzellarvermessung konnte
schon vor einiger Zeit abgeschlossen werden. Im Jahre 1974
wurde die an sonniger Lage gelegene Schulanlage «Hofacker»
in Betrieb genommen. Die erstmalige Ortsplanung wurde 1976
gutgeheissen und 1983 teilrevidiert. Eine Totalrevision
erfolgte 1993. Damals wurden die heute noch geltende Bau-
und Nutzungsordnung, der Zonenplan, wie auch der
Kultur-landplan, neu gestaltet.
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Aktuelle Infrastruktur –
günstige Verkehrslage
Das alte Schulhaus wurde 1979 und 1984 in ein zweckmässiges
Gemeindehaus umgebaut, wodurch für die Feuerwehr und
Gemeindeverwaltung den Bedürfnissen entsprechend Platz
geschaffen wurde. Zusammen mit der Nachbargemeinde Zeihen
und dem Kanton wurde ein modernes regionales
Wasserversorgungsprojekt realisiert. Bereits in den
siebziger Jahren erfolgte der Bau einer
Abwasserreinigungsanlage im Verbund mit drei
Nachbargemeinden. Derzeit laufen Bestrebungen für eine
Modernisierung der Abwasser-Entsorgung. Eine kompakte
regionale Zivilschutzanlage mit einem öffentlichen
Schutzraum für 200 Personen besteht neben dem Gemeindehaus.
Nicht vergessen werden darf, dass die Effinger Dorffeuerwehr
seit 1985 mit einem eigenen Tanklöschfahrzeug ausgerüstet
ist, was in Anbetracht der Weitläufigkeit der 684 ha
umfassenden Gemeinde von Bedeutung ist, weist Effingen doch
immerhin 44 km Wege und Strassen auf. - Als bauliches
Grossprojekt wurden im Oktober 1996 die beiden 3.7 km langen
Autobahntunnels der A 3 durch den Bözberg in Betrieb
genommen. Nachdem 1993 der SBB-Bahnhof Effingen für den
Personenverkehr geschlossen wurde, bietet heute der A 3 -
Halbanschluss in Richtung Brugg – Baden – Zürich der
Anschluss Effingens an die "weite Welt". Um nach Basel zu
gelangen, wird der Anschluss in Frick, 7 km von Effingen
entfernt, benützt. Des weiteren bestehen ab Effingen Dorf
gute Busverbindungen nach Brugg und Frick mit dortigen
Anschlussmöglichkeiten in die Fernrichtungen.
Nebst einigen Gewerbebetrieben findet man in Effingen für
den täglichen Einkauf den VOLG-Laden. Die für Effingen zuständige
Poststelle befindet sich in der Nachbargemeinde Bözen.
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Weitherum bekannt - die
Effinger Weine
Wer Effingen hört, dem kommt zweifelsohne auch der beliebte
einheimische Wein in den Sinn. Nach modernsten
Gepflogenheiten wird seit 1973 wieder Weinbau betrieben. Am
«Bränngarten» gedeihen der «süffige» Riesling x Sylvaner,
der rote Blauburgunder sowie der Domfelder, Zweigelt,
Gamaret und Gewürztraminer als Exklusivitäten.
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Zu Effingen gehört auch der stattliche Fohlenhof auf dem
Rugen, wo stets zwischen 65 und 80 Fohlen und Pferde
beherbergt werden, welche später als Reitpferde eingesetzt
werden können.
Eng mit Effingen verbunden ist das Schulheim, dessen
Grundlage bis ins Jahr 1866 zurückreicht. Damals legte
Elisabeth Meyer mit der nach ihr benannten Stiftung die
Grundlage für das heutige Heim, welches ausschliesslich
Normalbegabte, verhaltensauffällige Knaben im Schulalter
beherbergt. - Seit einigen Jahren werden im familiär
eingerichteten Haus des Vereins "Eichebaum" an der
Bahnhofstrasse behinderte erwachsene Menschen betreut.
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Dorfkultur wird aktiv gelebt
und gefördert
Letztlich ist auch Effingens aktives Vereinsleben zu
erwähnen. In mehreren Dorfvereinen trifft man sich
regelmässig zur Pflege vielseitiger Dorfkultur und der
Kameradschaft als Ausgleich zum Berufsalltag. Eine
Kulturkommission sorgt zudem für regelmässige kulturelle
Anlässe, vorab in der restaurierten alten Dorf-Trotte am
Strassenkreuz Bözbergstrasse / Bahnhofstrasse, einem idealen
Treffpunkt für Jung und Alt.
Effingen - ein freundliches Dorf mit
grosser Vergangenheit und lebhafter Gegenwart blickt
hoffnungsvoll in die Zukunft!
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Infobox |
Auf dieser Seite erzählen wir
Ihnen ein wenig aus der Geschichte von Effingen.
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